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Samstag, 20. Dezember 2008

Doch noch Hoffnung für Qimonda?


Neue Hoffnung für den in heftige Schieflage geratenen Chiphersteller Qimonda. Nachdem die Mutter Infineon die Bedingungen des Freistaates Sachsen für ein Rettungspaket der öffentlichen Hand ausgeschlagen hatte, zeichnet sich jetzt eine neue Lösung ab.

100-Millionen-Darlehen auf dem Ausland
Wie die "Sächsische Zeitung" berichtet, erwägt ein Staat eines anderen Qimonda-Werks, ein Darlehen in Höhe von 100 Millionen Euro zu gewähren. Ohne die aus Dresden stammende Fertigungstechnologie "Buried Wordline" sowie weiterer Komponenten könne auch das ausländische Werk nicht arbeiten.

Weitere Partner
Nach Informationen aus sächsischen Regierungskreisen komme Infineon offenbar mit weiteren Partnern ins Geschäft, berichten die "Dresdner Neuesten Nachrichten". Die Namen dieser Partner sollen vorerst noch geheim bleiben, weil die Verhandlungen noch laufen, doch sei Optimismus angebracht.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Infineon: Bedingungen für Qimonda-Hilfe nicht zu erfüllen


Die Infineon Technologies AG hat die Bedingungen des Freistaates Sachsen in Zusammenhang mit einer Lösung für die finanziell angeschlagene Infineon-Tochter Qimonda als "nicht erfüllbar" zurückgewiesen.

Sachsen habe zwar zur Rettung von Qimonda einen Kredit über 150 Mio EUR angeboten, dies aber mit der Forderung an Infineon verknüpft, einen "unkonditionierten dauerhaften Beitrag in Höhe von 150 Mio EUR in bar" zu leisten, teilte Infineon am Dienstag mit.

Diese Forderung übersteige "bei weitem" die Möglichkeiten, wie sie Infineon in den Verhandlungen mit dem Freistaat frühzeitig und deutlich zum Ausdruck gebracht habe. "Wir bedauern außerordentlich, dass unsere Vorschläge vom Freistaat Sachsen nicht berücksichtigt worden sind", erklärte Peter Bauer, Vorstandssprecher von Infineon. "Infineon hat trotz der äußerst angespannten Marktlage einen Kredit angeboten in Verbindung mit dem Verkauf eines substantiellen Aktienpaketes an den Freistaat."

Infineon sei weiterhin zu Gesprächen mit der Regierung von Sachsen bereit, so das Unternehmen weiter. Infineon hält 77,5% an der Speicherchiptochter Qimonda.