Das Landgericht Köln schlägt den rivalisierenden Social Networks Facebook und StudiVZ vor, sich im Streit um Plagiatsvorwürfe außergerichtlich zu einigen.
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Der zuständige Richter Heinz Georg Schwitanski sagte am Dienstag, Facebook und StudiVZ könnten gemeinsam einen Gutachter bestellen, der die Quellcodes der beiden Netzwerke vergleicht und dabei feststellt, ob die deutsche Copycat wirklich die Programmierung von Facebook geklaut hat.
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Der neue Chef von StudiVZ, Markus Berger-de Léon, bezeichnet die Vorwürfe als "haltlos". Einigen sich die Kontrahenten nicht, geht die Gerichtsverhandlung am 16. Juni weiter. Eine außergerichtliche Einigung dürfte im Sinne von StudiVZ sein: Käme Facebook mit seiner Unterlassungsklage durch, müsste StudiVZ, das inzwischen zum Medienreich des Stefan von Holtzbrinck gehört, im schlimmsten Fall umgehend vom Netz gehen und komplett neu programmiert werden. Das käme praktisch einem Ende des Dienstes gleich. Auch vor einem kalifornischen Bezirksgericht und dem Landgericht Stuttgart sind noch Verfahren in Sachen Facebook vs. StudiVZ anhängig.
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Mittwoch, 29. April 2009
Donnerstag, 5. Februar 2009
90.000 Sexualstraftäter via Myspace überführt
Das Social-Network MySpace hat die Profile von 90.000 Sexualstraftätern gelöscht und deren Daten an die Strafverfolgungsbehörden der USA übergeben. Die Wirkung scheint jedoch relativ gering – viele der Straftäter wechseln einfach zur Konkurrenz.
Schon seit zwei Jahren versucht die Online-Community MySpace Sexualstraftäter auf dem Portal zu überführen und aus den Mitgliederlisten zu löschen. Doch dieser Tage wuchs der Druck von Seiten der amerikanischen Behörden. Als das Unternehmen auf die Aufforderung des Justizministeriums in Connecticut reagierte, war das Ergebnis erschreckend. Connecticuts Generalstaatsanwalt Richard Blumenthal zur Folge, wurde die Zahl der erwarteten Treffer um 40.000 Funde überstiegen.

Doch das sei erst die Spitze des Eisberges, so vermutet man. Viele der gefundenen Straftäter haben sich mit vollem Namen angemeldet und waren daher schnell gefunden. Da eine vollständige Identifizierung bei MySpace jedoch nicht nötig ist, gehen die Behörden davon aus, dass tausende Straftäter noch unentdeckt sind. Die amerikanische Justiz wird nun die Daten mit den ihren abgleichen und prüfen, ob es unter den Funden Verstöße gegen die Bewährungsauflagen gibt.
Internet-Communities wurden geschaffen um Kindern und Jugendlichen neue Kommunikationsmöglichkeiten zu schaffen. Websites wie MySpace, StudiVZ oder Facebook sind regelrecht bevölkert von Minderjährigen. Kriminelle und Straftäter haben es hier leicht, Vertrauen zu Jugendlichen aufzubauen und dies auszunutzen. Aktuell wartet man noch auf die Zahlen von Facebook, denn beide Portale, Facebook und MySpace, verpflichteten sich Blumenthal gegenüber die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen.
Sicher ist, dass Internetportale auch weiterhin nicht frei von Kriminellen bleiben. Die Anonymität auf diesen Seiten ist einfach zu hoch.

Quelle
Schon seit zwei Jahren versucht die Online-Community MySpace Sexualstraftäter auf dem Portal zu überführen und aus den Mitgliederlisten zu löschen. Doch dieser Tage wuchs der Druck von Seiten der amerikanischen Behörden. Als das Unternehmen auf die Aufforderung des Justizministeriums in Connecticut reagierte, war das Ergebnis erschreckend. Connecticuts Generalstaatsanwalt Richard Blumenthal zur Folge, wurde die Zahl der erwarteten Treffer um 40.000 Funde überstiegen.
Doch das sei erst die Spitze des Eisberges, so vermutet man. Viele der gefundenen Straftäter haben sich mit vollem Namen angemeldet und waren daher schnell gefunden. Da eine vollständige Identifizierung bei MySpace jedoch nicht nötig ist, gehen die Behörden davon aus, dass tausende Straftäter noch unentdeckt sind. Die amerikanische Justiz wird nun die Daten mit den ihren abgleichen und prüfen, ob es unter den Funden Verstöße gegen die Bewährungsauflagen gibt.
Internet-Communities wurden geschaffen um Kindern und Jugendlichen neue Kommunikationsmöglichkeiten zu schaffen. Websites wie MySpace, StudiVZ oder Facebook sind regelrecht bevölkert von Minderjährigen. Kriminelle und Straftäter haben es hier leicht, Vertrauen zu Jugendlichen aufzubauen und dies auszunutzen. Aktuell wartet man noch auf die Zahlen von Facebook, denn beide Portale, Facebook und MySpace, verpflichteten sich Blumenthal gegenüber die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen.
Sicher ist, dass Internetportale auch weiterhin nicht frei von Kriminellen bleiben. Die Anonymität auf diesen Seiten ist einfach zu hoch.
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Montag, 2. Februar 2009
Facebook verwertet intime Nutzerdaten
Das soziale Netzwerk hat ein Tool präsentiert, mit dem es aus den persönlichen Daten seiner 150 Millionen Nutzer Gewinn schlagen will. Auch Angaben wie Familienstand oder sexuelle Orientierung werden miteinbezogen.
Facebook hat ein neues Tool präsentiert, mit dem das soziale Netzwerk Gewinn aus den persönlichen Daten seiner 150 Millionen Nutzer schlagen will. Die Idee, dass Werbeeinschaltungen genau auf das Profil des Facebook-Nutzers angepasst werden könnten, hat das Unternehmen bisher nicht erfolgreich umsetzen können. Mit dem neuen Umfrage-Tool, das fast in Echtzeit Ergebnisse liefert, soll das nun anders werden, berichtet die Zeitung «Telegraph». Damit können Unternehmen gezielt Leute aus der gewünschten Zielgruppe nach ihrer Meinung fragen. Viele Marktforscher meinen, dass ein Millionenpotenzial in den persönlichen Daten liegt, die Facebook-Nutzer auf ihren Profilen preisgeben.

Israelis und Palästinenser als Versuchskaninchen
Das neue Umfragesystem nennt sich Engagement Ads und nutzt die Angaben, die Nutzer über sich selbst machen, um bestimmte Zielgruppen zu erreichen. Das Problem: Dabei werden nicht nur Daten wie Geburtstag oder Herkunftsland, sondern auch sehr persönliche Informationen wie Familienstand oder sexuelle Orientierung miteinbezogen. Um das Umfragesystem zu präsentieren, hat Facebook am Weltwirtschaftsforum in Davos eine Demonstration von Engagement Ads geboten. Palästinensische und israelische Facebook-Nutzer wurden gezielt ausgewählt, um ihnen eine Frage über Weltfrieden zu stellen. Dann wurden 120'000 Nutzer aus den USA gefragt, was sie vom Wirtschaftspaket von Präsident Obama halten. Nur wenige Minuten später lagen bereits Ergebnisse der Umfrage vor.
Auch diesmal Proteste?
Bisherige Versuche, aus persönlichen Daten der Facebook-Nutzer Profit zu schlagen, sind an Protesten gescheitert. Ein Service, der alle Freunde eines Nutzers von dessen Einkäufen auf Partnerseiten informiert hat, wurde nach kurzer Zeit wieder eingestellt, nachdem Facebook-User eine Kampagne dagegen gestartet hatten.

Quelle: tagesanzeiger.ch
Facebook hat ein neues Tool präsentiert, mit dem das soziale Netzwerk Gewinn aus den persönlichen Daten seiner 150 Millionen Nutzer schlagen will. Die Idee, dass Werbeeinschaltungen genau auf das Profil des Facebook-Nutzers angepasst werden könnten, hat das Unternehmen bisher nicht erfolgreich umsetzen können. Mit dem neuen Umfrage-Tool, das fast in Echtzeit Ergebnisse liefert, soll das nun anders werden, berichtet die Zeitung «Telegraph». Damit können Unternehmen gezielt Leute aus der gewünschten Zielgruppe nach ihrer Meinung fragen. Viele Marktforscher meinen, dass ein Millionenpotenzial in den persönlichen Daten liegt, die Facebook-Nutzer auf ihren Profilen preisgeben.
Israelis und Palästinenser als Versuchskaninchen
Das neue Umfragesystem nennt sich Engagement Ads und nutzt die Angaben, die Nutzer über sich selbst machen, um bestimmte Zielgruppen zu erreichen. Das Problem: Dabei werden nicht nur Daten wie Geburtstag oder Herkunftsland, sondern auch sehr persönliche Informationen wie Familienstand oder sexuelle Orientierung miteinbezogen. Um das Umfragesystem zu präsentieren, hat Facebook am Weltwirtschaftsforum in Davos eine Demonstration von Engagement Ads geboten. Palästinensische und israelische Facebook-Nutzer wurden gezielt ausgewählt, um ihnen eine Frage über Weltfrieden zu stellen. Dann wurden 120'000 Nutzer aus den USA gefragt, was sie vom Wirtschaftspaket von Präsident Obama halten. Nur wenige Minuten später lagen bereits Ergebnisse der Umfrage vor.
Auch diesmal Proteste?
Bisherige Versuche, aus persönlichen Daten der Facebook-Nutzer Profit zu schlagen, sind an Protesten gescheitert. Ein Service, der alle Freunde eines Nutzers von dessen Einkäufen auf Partnerseiten informiert hat, wurde nach kurzer Zeit wieder eingestellt, nachdem Facebook-User eine Kampagne dagegen gestartet hatten.
Quelle: tagesanzeiger.ch
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Donnerstag, 15. Januar 2009
Warner als Totengräber für Facebook Music
Facebook ist vermutlich gezwungen, seine Pläne für einen zentralen Musikdienst vorläufig ad acta zu legen, weil sich Warner Music als einziges der vier großen Labels querlegt.Damit kann man nicht mit dem konkurrierenden Social Network MySpace gleichziehen, das einen solchen Dienst bereits seit dem Vorjahr bietet.
Dabei zahlt MySpace für jeden gespielten Song eine Gebühr an die Rechteinhaber. Zwischenzeitlich schien es so, als wollte Facebook sich das erspraren. Statt selbst völlig neue Deals einzugehen, wollte man sich auf die Ressourcen von Drittanbietern wie iMeem, Rhapsody, iLike und lala stützen, die ähnlich wie last.fm funktionieren.
Doch nun kommt alles anders. Statt einen einheitlichen Dienst zu gestalten, wird man iMeem & Co. wohl freie Hand bei der eigenständigen API-Entwicklung lassen. Facebook selbst stand nämlich kurz vor einem Deal mit Universal und Sony, bei dem man Musik hätte völlig kostenlos streamen können, wobei alle Werbeeinnahmen nebst einigen User-Daten zurück an Universal und Sony gingen. Doch Warner scherte offensichtlich wegen seiner Beteiligung an lala aus, weil kein Interesse bestand, das eigene Repotoire kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Quelle: TechCrunch
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Dienstag, 23. Dezember 2008
Holtzbrincks Ärger um StudiVZ wächst

Holtzbrinck steht bei der Onlinetochter StudiVZ weiteres Ungemach bevor. Mit Ehssan Dariani und Dario Suter erwägen zwei der ehemals größten Anteilseigner, den Verlag wegen nicht gehaltener Abmachungen zu verklagen.
Holtzbrinck hatte das Portal Anfang 2007 gekauft. Bei dem Streit geht um ausstehende Zahlungen in Millionenhöhe und um den Kauf von Anteilen an StudiVZ. Wegen der Zahlungen hat Dariani bereits eine Schiedsklage eingereicht. Er hielt vor dem Verkauf knapp 25 Prozent an StudiVZ, Suters Anteil lag im höheren einstelligen Prozentbereich.
Der Streit trifft Holtzbrink in einer schwierigen Phase. Dieses Jahr wird StudiVZ voraussichtlich mit rund 13 Mio. Euro Umsatz abschließen. Der Verlust dürfte in ähnlicher Höhe liegen. StudiVZ galt lange als Überflieger der deutschen Webportale.
Dariani und Suter werfen dem neuen Eigner vor, sich nicht an mündliche und schriftliche Vereinbarungen gehalten zu haben, heißt es. Holtzbrinck hatte für das Portal 85 Mio. Euro gezahlt. Zusätzlich wurde ein variabler Aufschlag vereinbart, der sich nach Erfolgskennziffern - sogenannten Meilensteinen - wie Nutzerzahlen, Umsatz und Gewinn richtet. Um die Zusatzzahlungen gibt es nun Streit.
Schiedsgericht muss schlichten
Darianis Klage wegen der Zahlungen landete nicht vor einem gewöhnlichen Gericht, da im Kaufvertrag vereinbart wurde, Streitigkeiten nach Regeln der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit zu regeln. Das ist in der Wirtschaft oft üblich.
StudiVZ kommt nicht zur Ruhe. Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass Mitgründer Dennis Bemmann sowie Michael Brehm das Unternehmen zum Jahresende verlassen. Brehm war rund ein halbes nach Start zu StudiVZ gekommen. Der neue Chef Clemens Riedl leitet das Unternehmen erst seit Oktober vergangenen Jahres. Zudem hat der Rivale Facebook gegen die Holtzbrinck-Tochter geklagt. Neben den internen Querelen erstarken Konkurrenten wie das Netzwerk Wer-kennt-wen und Facebook in Deutschland.
Verhandlungen ohne Ergebnis
Dariani und Suter haben den Angaben zufolge seit Monaten versucht, mit dem Verleger Stefan von Holtzbrinck sowie dem Holtzbrinck-Beteiligungsmanager Konstantin Urban eine Regelung über die Auszahlung der mit den Meilensteinen verbundenen Zusatzzahlungen zu finden. Bislang jedoch ohne Ergebnis. "Mit Dariani gab es keinen Kontakt und keine Verhandlungen", verlautet es dagegen aus dem Holtzbrinck-Lager.
Mit Bemmann und Brehm hat der Verlag eine Lösung gefunden, die auch Suter angeboten worden ist, heißt es weiter. Dieser hat den Informationen zufolge aber abgelehnt.
Nach Angaben der Kreise hatten sich die vier Anteilseigner zudem mündlich mit Holtzbrinck darauf geeinigt, jeweils ein Prozent an StudiVZ kaufen zu können. Hierzu sollte eine Bewertung von 85 Mio. Euro gelten. Auch hierbei habe man sich bislang nicht geeinigt, heißt es. Dariani und Suter prüfen hierzu nun eine Klage vor einem ordentlichen Gericht.
Nach Ansicht der Alteigentümer hat die Unternehmensführung zur Verfehlung bestimmter Ziele beigetragen. So gab es einen heftigen Streit um die Einschaltung einer externen Vermarktungsagentur. Auch die Entscheidung, die Erhöhung der Reichweite vor die Umsatzsteigerung zu stellen, habe den Alteigentümern geschadet. Vertreter von Holtzbrinck argumentieren, dass die vielen Kooperationen zwischen kleinen Holtzbrinck-Internetfirmen und StudiVZ den Umsatz der populären Plattform keineswegs geschmälert hätten.
Quelle: ftd.de
Montag, 22. Dezember 2008
Facebook löscht Bilder stillender Frauen
Heftige Reaktionen gab es gegen die Entscheidung der Betreiber des sozialen Netzwerkes Facebook, die eingestellten Bilder stillender Frauen zu löschen. An die 58.000 Nutzer haben dagegen protestiert."Stillen ist nicht obszön", so der Schlachtruf der Protestierenden. Sie rufen nun dazu auf, als Profilfoto ein Bild einer stillenden Frau hochzuladen.
Ein Sprecher von Facebook sagte, dass nur Fotos verboten sind, auf denen eine komplette Brust zu erkennen ist. Schließlich gelte es, auch die Kinder unter den Facebook-Nutzern zu schützen. Ob die wohl alle mit Milchpulver aufgezogen wurden?
Bild: flickr.com/masters.tim
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Donnerstag, 11. Dezember 2008
Gefahren im Web: Jugendliche gehen freizügig mit Nacktfotos um
Jüngere Nutzergruppen gehen mit neuen Kommunikationskanälen wie sozialen Netzwerken im Internet viel zu leichtfertig um.
Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht der US-amerikanischen National Campaign to Prevent Teen and Unplanned Pregnancy. Die unabhängige Organisation hat im Zuge einer Untersuchung von insgesamt 1.280 Jugendlichen herausgefunden, dass rund 22 Prozent der weiblichen Nutzer im Teenageralter bereits mindestens einmal ein Bild von sich online gestellt haben, das sie in leicht bekleideter oder vollkommen nackter Pose zeigt. Bei den männlichen Teenagern sind es immerhin noch 18 Prozent, die derartige Fotos im Web veröffentlicht haben. Das mangelnde Gefahrenbewusstsein auf Seiten der jungen User sei äußerst bedenklich und berge eine ganze Reihe von Risiken. So könne etwa in den meisten Fällen nicht ausgeschlossen werden, dass derartige Online-Veröffentlichungen zu einem späteren Lebenszeitpunkt einmal negative Folgen für den Betroffenen nach sich ziehen, heißt es in dem Bericht.
"Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen ist sich gar nicht darüber bewusst, welchen Gefahren sie sich durch ihre Aktivitäten im Internet aussetzen", stellt Irmgard Hainz, Referentin bei der Aktion Jugendschutz der Landesarbeitsstelle Bayern, im Gespräch mit pressetext fest. Viel zu oft würden jüngere Nutzer unbedacht handeln und alle möglichen persönlichen Informationen im Web preisgeben. "Nacktfotos sind in dieser Hinsicht besonders gefährlich, da sie einmal womöglich unerwünschte Spätfolgen für die Betroffenen nach sich ziehen können. Es ist etwa kein Geheimnis mehr, dass heute viele Personalchefs bei der Jobvergabe vorab im Internet zu einem potenziellen Kandidaten recherchieren", merkt Hainz an. Ein auftauchendes Nacktfoto sei in diesem Zusammenhang sicherlich kein Pluspunkt auf der Karriereleiter.
"Mangelndes Gefahrenbewusstsein ist ein Problem, das wir generell beim Umgang der Jugend mit neuen Medientechnologien feststellen", erklärt Hainz. Um dieses zu schärfen, sollten Kinder bereits so früh wie möglich über die entsprechenden Gefahren aufgeklärt werden. "Sie müssen klar darüber Bescheid wissen, dass einmal online gestellte Inhalte später nicht wieder beliebig gelöscht werden können", erläutert Hainz. In dieser Hinsicht seien sowohl die Betroffenen selbst als auch die Eltern sowie die Bildungseinrichtungen gefordert. "Die meisten Eltern wissen gar nicht darüber Bescheid, was ihre Sprösslinge im Netz überhaupt tun. Hier besteht noch einiges an Aufklärungsbedarf", betont Hainz. Aber auch auf Seiten der Internetanbieter seien einige Verbesserungen notwendig. "Natürlich haben die Anbieter ein hohes Interesse daran, dass ihre Plattformen im Netz möglichst gut besucht sind. Gleichzeitig müssen sie aber sicherstellen, dass ungeeignete Inhalte auf ihren Webseiten für Minderjährige nicht zugänglich sind", so Hainz abschließend.
Quelle: CW
Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht der US-amerikanischen National Campaign to Prevent Teen and Unplanned Pregnancy. Die unabhängige Organisation hat im Zuge einer Untersuchung von insgesamt 1.280 Jugendlichen herausgefunden, dass rund 22 Prozent der weiblichen Nutzer im Teenageralter bereits mindestens einmal ein Bild von sich online gestellt haben, das sie in leicht bekleideter oder vollkommen nackter Pose zeigt. Bei den männlichen Teenagern sind es immerhin noch 18 Prozent, die derartige Fotos im Web veröffentlicht haben. Das mangelnde Gefahrenbewusstsein auf Seiten der jungen User sei äußerst bedenklich und berge eine ganze Reihe von Risiken. So könne etwa in den meisten Fällen nicht ausgeschlossen werden, dass derartige Online-Veröffentlichungen zu einem späteren Lebenszeitpunkt einmal negative Folgen für den Betroffenen nach sich ziehen, heißt es in dem Bericht.
"Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen ist sich gar nicht darüber bewusst, welchen Gefahren sie sich durch ihre Aktivitäten im Internet aussetzen", stellt Irmgard Hainz, Referentin bei der Aktion Jugendschutz der Landesarbeitsstelle Bayern, im Gespräch mit pressetext fest. Viel zu oft würden jüngere Nutzer unbedacht handeln und alle möglichen persönlichen Informationen im Web preisgeben. "Nacktfotos sind in dieser Hinsicht besonders gefährlich, da sie einmal womöglich unerwünschte Spätfolgen für die Betroffenen nach sich ziehen können. Es ist etwa kein Geheimnis mehr, dass heute viele Personalchefs bei der Jobvergabe vorab im Internet zu einem potenziellen Kandidaten recherchieren", merkt Hainz an. Ein auftauchendes Nacktfoto sei in diesem Zusammenhang sicherlich kein Pluspunkt auf der Karriereleiter.
"Mangelndes Gefahrenbewusstsein ist ein Problem, das wir generell beim Umgang der Jugend mit neuen Medientechnologien feststellen", erklärt Hainz. Um dieses zu schärfen, sollten Kinder bereits so früh wie möglich über die entsprechenden Gefahren aufgeklärt werden. "Sie müssen klar darüber Bescheid wissen, dass einmal online gestellte Inhalte später nicht wieder beliebig gelöscht werden können", erläutert Hainz. In dieser Hinsicht seien sowohl die Betroffenen selbst als auch die Eltern sowie die Bildungseinrichtungen gefordert. "Die meisten Eltern wissen gar nicht darüber Bescheid, was ihre Sprösslinge im Netz überhaupt tun. Hier besteht noch einiges an Aufklärungsbedarf", betont Hainz. Aber auch auf Seiten der Internetanbieter seien einige Verbesserungen notwendig. "Natürlich haben die Anbieter ein hohes Interesse daran, dass ihre Plattformen im Netz möglichst gut besucht sind. Gleichzeitig müssen sie aber sicherstellen, dass ungeeignete Inhalte auf ihren Webseiten für Minderjährige nicht zugänglich sind", so Hainz abschließend.
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