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Dienstag, 20. Januar 2009

Apple eröffnet Online-Shop für gebrauchte Produkte in China

Der US-Computerhersteller Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) hat am Dienstag einen neuen Online-Shop in China eröffnet, um insbesondere gebrauchte Apple-Produkte mit Preisnachlässen von bis zu 22 Prozent im Reich der Mitte zu verkaufen.

Dabei handelt es sich insbesondere um Rückläufer, die Apple aber Qualitätstests unterzogen hat, so dass eine einwandfreie Funktion der Geräte gewährleistet werden kann. So verkauft Apple über seine chinesische Webseite unter anderem gebrauchte iPod Shuffle zwischen 308 Yuan (44 Dollar), als auch iMac Rechner, die mehr als 14.000 Yuan bzw. 2.047 Dollar kosten.


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Apple habe bereits zum Ende vergangenen Jahres eine entsprechende Kampagne gestartet, bestätigt eine Apple-Sprecherin in China. In den USA, Großbritannien und in Japan hatte Apple vor Jahren bereits ähnliche Aktionen gestartet. So verkauft der US-Händler Best Buy seit einem Monat gebrauchte iPhone 3G Handys mit einem Preisnachlass von 50 US-Dollar. Allerdings steuert der Verkauf von Second-Hand-Ware bislang nur einen geringen Anteil zum Gesamtumsatz bei.

Auch Apple wurde zuletzt von der Konjunkturkrise erfasst. So soll sich laut eines Berichts von AppleInsider das PC-Wachstum von Apple im vierten Quartal erheblich verlangsamt haben, nachdem Kunden immer öfter zu günstigeren Netbook-Produkten greifen. Bislang ist Apple in diesem Marktbereich noch mit keinem eigenen Angebot vertreten.

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Quelle: it-times.de

Dienstag, 23. Dezember 2008

Google: Mit simplem Trick zu Gratis-Songs



Metallica, U2 oder Britney Spears: Eigentlich können nur Nutzer aus China direkt über die Suchmaschine gratis Musik herunterladen. Doch das System lässt sich austricksen - auch aus der Schweiz.

In China ist Baidu das, was Google für den Rest der Welt ist: Der unangefochtene Suchmaschinen-Marktführer. Laut den Analysten von iResearch kommt die chinesische Suchmaschine im Reich der Mitte auf einen Marktanteil von rund 63 Prozent. Google muss sich dort mit etwa 22 Prozent zufrieden geben.



Baidu listet MP3-Songs
Eine Besonderheit von Baidu ist, dass Nutzer aus China dort problemlos Links zum Download von kostenlosen MP3-Dateien finden können. «Die chinesische Musikindustrie hat sich gesagt: 'Wir verdienen ohnehin kein Geld mit dem Verkauf von Songs, weil das Gros der Downloads aus illegalen Quellen stammt, die kaum zu kontrollieren sind'», erläutert Brian Zisk von der Future of Music Coalition, einer US-Forschungseinrichtung zur Zukunft der Musikindustrie. Auch Google versucht mit der Seite google.cn/music User anzulocken: «Erst wird die Reichweite hergestellt und dann versucht man diese zu vermarkten», sagt Zisk.

Musikindustrie soll davon profitieren können

Den Service namens «Music Onebox» können nur Surfer aus China nutzen. Google plant nach eigenen Angaben nicht, das Angebot auf weitere Länder auszuweiten. Besucher der Seite können nach Künstlern, Songs und Albumtiteln suchen. Anschliessend öffnet sich ein Player, mit dem man die Musik streamen oder herunterladen kann. Google arbeitet mit dem Download-Portal top100.cn zusammen. «Wir denken, dass diese Partnerschaft helfen kann, eine profitable Musikindustrie in China zu etablieren», sagte eine Google-Sprecherin beim Launch des Angebots im August. Die Plattenfirmen bekämen einen neuen Kanal, über den sie ihre Musik bewerben, anbieten und zu Geld machen könnten. Alle Gewinne, die beispielsweise durch Werbung erzielt werden, sollen die chinesische Musikindustrie und top100.cn erhalten.

Der Trick: Einfach über China-Server surfen
Allerdings ist das Angebot in Wahrheit nicht auf den Markt mit den meisten Internetnutzern der Welt beschränkt. Lenkt man beispielsweise hierzulande seinen Internetverkehr über einen chinesischen Proxyserver um, kann man problemlos auf den riesigen Song-Katalog zugreifen. Dazu benötigt man nur Nummer und Port des Servers. Beides findet man problemlos im Internet. Zwar wird die Surfgeschwindigkeit wegen der Umleitung reduziert, aber die gewünschten Songs landen trotzdem in kurzer Zeit auf der eigenen Festplatte.

Sonderfall Schweiz
In der Schweiz ist der reine Download legal, dadurch machen sich hiesige Nutzer von google.cn/music nicht strafbar. «Hierzulande scheint es eine Art Sondersituation zu geben, weil sich der Gesetzgeber vor der Regelung der Frage gedrückt hat, ob Illegales durch Kopiervorgänge zu Legalem gewaschen werden darf», kritisiert Wilfried Haferland von der International Federation Of Producers Of Phonograms And Videograms (IFPI) dem Verband der Schweizer Musikindustrie, «es ist daher jedem selbst überlassen, ob er einer Gratismentalität anhängen und Illegales unterstützen will oder für seine Lieblingskünstler etwas tun möchte und Musik regulär kauft.»

Google schweigt
Google wollte sich gegenüber 20 Minuten Online nicht äussern. Der Schaden, der in der Schweiz allein durch Online-Piraterie verursacht wird, liegt laut IFPI bei mehr als 25 Millionen Franken pro Jahr. Allein seit dem Jahr 2003 sind hierzulande bereits mehr als 600 Arbeitsplätze im Bereich der Musikwirtschaft verloren gegangen.

Quelle: 20min.ch